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Die Stimmen der Blogger aus Israel
Islamdebatte in Deutschland- Zur Anatomie einer komplexen Diskursverwirrung 
10th-Feb-2010 12:03 am
море




Vorbemerkung

Nach der Sarrazin-Debatte, dem Schweizer Minarett-Verbot und dem knapp misslungenen Terroranschlag auf den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard sind relevante Teile der herrschenden Medien dazu übergegangen, es angesichts wachsender islamkritischer Stimmungen und Einstellungen in den westeuropäischen Bevölkerungen nicht nur bei relativ erfolgloser volkspädagogisch-islamophiler Propaganda zu belassen. Nunmehr haben sie sich dazu entschlossen, die Flucht nach vorn anzutreten und wie ein ideologischer Sturmtrupp der OIC mit offener Hetze und demagogischen Haltet-den-Dieb-Methoden gegen Islamkritiker zu Felde zu ziehen. Auf diese Weise wird zumindest objektiv ein geistiges Klima erzeugt, das die in Lauerstellung befindlichen radikalislamischen Kräfte dazu anstachelt und ermuntert, ihre Praxis der Einschüchterung, der Mordaufrufe und Denunziationen etc. zu intensivieren und ihre reaktionär-aggressiven Umtriebe zu steigern. Ein aktuelles Beispiel bildet in diesem Kontext der Versuch, die kritische Anwendung psychoanalytischer Begriffe auf den Islam zu kriminalisieren, wie das Vorgehen eines Muslimfunktionärs gegen den Bielefelder Soziologieprofessor Heinz Gess demonstriert.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die gut organisierte und in den Print- und audiovisuellen Medien komfortabel positionierte Gang islamophiler Demagogen nicht nur über einen „Stürmer“, sondern gleich über ein ganzes Arsenal von Gazetten verfügt, vermittels derer sie ihren ideologischen Spam verbreiten. (Halbwegs Informierte mit intakter Gedächtnisfunktion wissen, welche „Zentralorgane“ und Feuilletonchefs der Islamapologetik gemeint sind.) Folgt man der ebenso perfiden wie wahnwitzigen Konstruktion dieser Meinungsmacher, dann ist nicht etwa ein radikaler Muslim in das Haus von Kurt Westergaard eingedrungen, sondern ein Aktivist von PI hat einen Muslimfunktionär mit Axt und Messer bewaffnet in dessen heimischen „Panikraum“ getrieben. Nicht etwa ein holländischer Filmemacher wurde von einem radikalen Muslim auf offener Straße ermordet, sondern ein extremistischer Moscheebaugegner hat einen Fememord an einem notorisch-proislamischen Leitartikler begangen. Nicht Robert Redeker lebt im Untergrund, sondern Tariq Ramadan etc.

Nachdem die „Waffen der Kritik“ im Grundsatz mittlerweile genügend in Anschlag gebracht und zumindest im Internet hinreichend multipliziert worden sind (wer will, kann die einschlägigen Analysen leicht auffinden und lesen und sich die entsprechende Grundlagenliteratur auch in gedruckter Form problemlos beschaffen), müsste nun in absehbarer Zeit die islamkritische Bewegung in Deutschland im Rahmen einer neuen Kritischen Islamkonferenz über eine praktisch-organisatorische Neuaufstellung und verbesserte Handlungsstrategie und -Taktik zielführend debattieren.

Zuvor ist aber noch einmal die bislang verfehlte Islamdebatte in Deutschland zu rekapitulieren. Dieser Fragestellung widmet sich der folgende Text.

hier weiterlesen:
http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-islamdebatte-in-deutschland.html

Text als pdf-download: http://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/Islamdebatte%20in%20Deutschland-Krauss.pdf
Comments 
4th-Mar-2010 05:53 pm (UTC)
Dieser Artikel ist heute im Tagesspiegel erschienen:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Intensivtaeter;art270,3047408

"Der typische Serientäter ist männlich, arabischer Herkunft und bleibt auch als Erwachsener kriminell.

79 Prozent der Intensivtäter haben einen Migrationshintergrund; 47 Prozent sind arabischstämmig."

Nur 6,3% Berliner sind muslimischer Glaube. Nur 70 Tausend Berliner sind Araber (http://de.wikipedia.org/wiki/Araber_in_Deutschland), das sind 2% der Bevölkerung. Diese 2% der Bevölkerung stellen aber 47% der Intensivtäter!
Und: ohne türkische Mithilfe wäre es fast 70%!

Diese Zahlen brauchen keine weitere Kommentare...
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